Allgemeine Bildung

Der allgemeinbildende Unterricht (ABU) an Berufsfachschulen hat zum Ziel, jungen Menschen den Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Themen zu eröffnen. Er vermittelt den Lernenden grundlegende Kompetenzen zur Orientierung im persönlichen Lebenskontext und in der Gesellschaft sowie zur Bewältigung von privaten und beruflichen Herausforderungen.

Die rechtlichen Grundlagen für den allgemeinbildenden Unterricht bilden das Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG) und die Verordnung über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung (VMAB). Der kantonale Lehrplan, der auf dem gesamtschweizerischen Rahmenlehrplan Allgemeinbildung aufbaut, trägt dem raschen Wandel in der Gesellschaft Rechnung.

Der allgemeinbildende Unterricht orientiert sich an der Erfahrungs- und Erlebniswelt der Berufslernenden als junge Erwachsene und gliedert sich in die zwei Lernbereiche Gesellschaft und Sprache und Kommunikation.

Je nach Ausbildungsdauer werden im Lernbereich Gesellschaft sechs bis neun Themen bearbeitet, die unter verschiedenen Aspekten angegangen werden. Aspekte sind wissenschaftlich unterlegte Sichtweisen (Ethik, Kultur, Technik, Identität/Sozialisation, Ökologie, Wirtschaft, Politik, Recht) auf ein und dasselbe Thema.

Im Lernbereich Sprache und Kommunikation steht die gezielte Sprachförderung im Mittelpunkt. Auf der Basis des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) werden die rezeptiven (verstehen), produktiven (sprechen und schreiben) und die normative Sprachkompetenzen (Regelkenntnis) in der verbalen und nonverbalen Kommunikation gefördert und entwickelt.

Kurzbeschriebe zum ABU-Qualifikationsverfahren