UhrmacherIn Produktion EFZ

Uhrmacher in der Produktion EFZ

Tätigkeiten

 Uhrmacherinnen und Uhrmacher 3 Jahre führen Arbeiten in den Bereichen Zusammensetzen von Bestandteilen und Ausstattung (Habillement), Aufsetzen/Einschalen, Feineinstellen und Regulieren durch. In den verschiedenen Etappen der Produktion gewährleisten sie einen hohen Qualitätsstandard, indem sie mögliche ästhetische Mängel, Funktionsstörungen und Fehler identifizieren. Sie können diese beheben, indem sie Bestandteile auswechseln und die Ursache des Problems erkennen.

Sie gewährleisten einen reibungslosen Ablauf der Produktionslinien, indem sie gemäss dem gelten-den Qualitätsansatz nach Optimierungsmöglichkeiten suchen. Sie achten auf die Einhaltung und An-wendung der Normen.

Wichtigste Handlungskompetenzen

Die Bildungsziele sind in sechs Handlungskompetenzbereiche gegliedert:

1. Branchenspezifische Werkzeuge und Ausrüstung fertigen

2. Einzelteile zusammensetzen

3. Regulieren und feineinstellen

4. Kontrollieren und konforme Ausführung gewährleisten

5. Am Produktionsprozess mitwirken

6. Richtlinien zur Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz anwenden

Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion fertigen die Werkzeuge und Ausrüstung, die sie zum Zu-sammensetzen der Bestandteile eines Uhrwerks oder einer Ausstattung (Habillement) benötigen. Sie unterscheiden die verschiedenen in der Uhrenbranche verwendeten Materialien und führen nach der Bearbeitung gewisse thermische Oberflächenbehandlungen durch. Während der verschiedenen Etappen der Herstellung achten sie auf die Vorschriften zur Benutzung der Maschinen und wenden die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit an. Sie kontrollieren regelmässig die ästhetische und funktionelle Qualität der bearbeiteten Werkstücke.

Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion setzen mechanische, automatische und einfache elektroni-sche Uhrwerke mit kleinen Komplikationen (Kalenderuhr …) sowie chronographische Uhrwerke zu-sammen. Dazu müssen sie die Fachterminologie der Branche perfekt beherrschen und die verschie-denen Bestandteile von Uhrwerken und der Ausstattung (Habillement) mühelos identifizieren können. Sie führen Arbeitsschritte zur Regulierung und Feineinstellung durch, setzen die Kaliber in Gang und wenden dynamische Auswuchtverfahren an. Sie schalen das Uhrwerk ein und setzen das Zifferblatt und die Zeiger ein. Bei all diesen Tätigkeiten berücksichtigen sie die hohen Qualitätsanforderungen, die in diesem Beruf gelten. Sie verpacken die Uhrenprodukte gemäss den qualitativen Anforderungen des Betriebs und behandelt sie jederzeit mit der gebotenen Sorgfalt.

Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion kontrollieren das einwandfreie Funktionieren des Uhrwerks und die ästhetischen Anforderungen mit geeignete Messinstrumenten und -geräten. Ebenso kontrollie-ren sie die Ausstattung. Je nach Mängeln und/oder Störungen, die in einer Herstellungsphase festgestellt werden, können sie Revisionsarbeiten durchführen und die Konformität der Bestandteile der Ausstattung wieder herstellen oder eine geeignete Fachperson beiziehen, um das Problem zu beheben. Sie leiten beobachtete Mängel oder Störungen effizient weiter. Nach dem Einschalen führen sie alle erforderlichen Verfahren für die Schlusskontrolle durch.

Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion beherrschen die verschiedenen Methoden der Uhrenherstellung. Sie interpretieren die statistischen Ergebnisse der verschiedenen Kontrollverfahren. In ihrer alltäglichen Tätigkeit wenden sie die Verfahren des Qualitätsansatzes an.

Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion achten auf die Anwendung der geltenden Vorschriften be-züglich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltweltschutz der Branche und des Betriebs. Sie beachten diese während des gesamten Produktionsprozesses.  

Berufsausübung

Uhrmacherinnen und Uhrmacher 3 Jahre arbeiten in verschieden grossen Betrieben der Uhrenindust-rie, die eine unterschiedlich vielfältige Palette von Produkten herstellen. Sie bilden Teams, erfüllen ihre Aufgabe jedoch auf selbständige Weise und sind verantwortlich für ihre Arbeit, die sie in jeder Etappe regelmässig kontrollieren.

Uhrmacherinnen und Uhrmacher 3 Jahre arbeiten in den Bereichen Zusammensetzen, Aufsetzen /Einschalen und/oder Regulieren. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung können sie Linienverantwortliche, Werkstattchefin oder Werkstattchef werden oder den Nachkaufservice übernehmen.

Für die selbständige Verwaltung eines Unternehmens ist in der Regel eine höhere Berufsbildung erforderlich.

 

 

Voraussetzungen

• Bereitschaft zum Lernen
• Motivation für einen technischen Beruf
• Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ordnungssinn
• Räumliches Vorstellungsvermögen
• Technisches Verständnis
• Manuelles Geschick
• Freude an Präzisionsarbeit
• Konzentrationsvermögen
• Normale Sehschärfe (mit oder ohne Brille)

 

 

Schulbildung

Sekundarstufe oder gleichwertig

Grundlagen: Bildungsplan

                       Bildungsverordnung